Projekte und Aktionen

aus dem Bereich "Soziale Stadt" 

Modellprojekte AGH (durch ARGE)

* AGH Junge Erwachsene: „Fit machen fürs (Arbeits-)Leben“
- Herbst 2009: Beendigung der ersten Maßnahme von 2008 und Beginn einer neuen Staffel
- ausgelegt für 6 TeilnehmerInnen (junge arbeitslose Menschen zwischen 18 und 25 Jahren)
- Verknüpfung mit Pilotprojekt „Kooperationen“ der obersten Baubehörde
- Einsatzbereiche: Instandhaltung und Pflege der Außenanlagen und Freiflächen; Vor- und
Nachbereitung von Aktionen und Veranstaltungen im Stadtteil Stockerhut (z.B. Kunstgenuss
bis Mitternacht, Flohmärkte/Basare, Suppenfest, Ferienaktionen, Frauenfrühstück)
sowie Hilfstätigkeiten auf Anfrage im Bereich bürgerschaftliches Engagement.

* AGH Frauen in Aktion: „Teilhabe am Arbeits- und Gesellschaftsleben“                                                               
- Beginn der Maßnahme: September 2009 für die Dauer von sechs Monaten
- ausgelegt für 10 Teilnehmerinnen (arbeitslose Frauen zwischen 20 und 55 Jahren)
- Verknüpfung mit Pilotprojekt „Kooperationen“ der obersten Baubehörde
- Einsatzbereiche: Hilfstätigkeiten im Begegnungscafe und Bürgersaal in den Bereichen                       
Raumpflege, Service, Küche und Materialpflege; Unterstützung bei Aktionen und Projekten
(Zuarbeiten, Vor- und Nachbereitung); zusätzliche Hilfsarbeiten bei Verwaltung,
Monitoring, Erstellung und Verteilung der Stadtteilzeitung sowie Planung, Durchführung
und Weiterentwicklung von Märkten im Stadtteil Stockenhut, Unterstützung bei der Mittags-
betreuung in der Albert-Schweitzer-Schule.

Zum Teil auch Seite an Seite: Bei der Eröffnung des neuen Stadttzeilzentrums waren aus beiden AGH-Maßnahmen TeilnehmerInnen für z. B. hier die Essensausgabe und / oder die Vor- und Nachbereitung eingesetzt. Die jeweiligen persönlichen Lebens-verhältnisse (z.B. alleinerziehend) werden bei der Einteilung zum Arbeitseinsatz berücksichtigt.


AGH „Junge Erwachsene“

Laut Konzeption wurden die jungen Erwachsenen durch verschiedenste Aufgaben und Tätigkeiten an das spätere Berufsleben herangeführt.

Sowohl in Einzel- als auch Gruppenarbeit erlernten sie grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Vermittlung von Schlüssel-qualifikationen (z.B. Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit) war zentraler Bestandteil des Projekts. Dazu wurden in regelmäßigen Abständen Einzelgespräche zur persönlichen Reflexion und Zielsetzung durchgeführt.

Neben den täglich wechselnden Aufgaben fanden einmal wöchentlich Gruppenarbeit (durchgeführt von einer Sozialpädagogin) und Deutschunterricht als Lernmodule (durchgeführt von einer Deutschlehrerin) statt.

AGH „Frauen in Aktion“

Nach dem eigens erstellten Maßnahmenprofil werden die Teilnehmerinnen in zwei Schichten an fünf Tagen die Woche beschäftigt. Haupt-Einsatzbereich ist das Stadtteilzentrum mit Bürgersaal und Cafe. Die Frauen können gezielt Fertigkeiten in Gastronomie und Verwaltung erlernen (Bsp.: Hygieneverordnungen, PC-Programme). Daneben sorgen regelmäßige Einzel- und Gruppenarbeit für die Möglichkeit der persönlichen Reflexion und Zielsetzung sowie Erfahrungsaustausch und Entwicklung der Teamfähigkeit

Spezifische Ausbildungsmodule durch eine Hotelfachfrau und Studentin der Wirtschaftspsychologie sowie ein abschließendes Praktikum runden die Maßnahme ab.


Obiges Diagramm weist die Ausbildungssituation aller TeilnehmerInnen aus beiden AGH-Maßnahmen (insgesamt 12 Personen) auf.. Da ein zugeteilter Junger Erwachsener die Maßnahme nicht angetreten hat, verfügen wir hier über keine Daten.



Oben angegeben: die Altersverteilung der Frauen im Projekt. Auch hier ergab die Mischung der unterschiedlichen Altersklassen eine Bereicherung durch den Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppe. Sieben der teilnehmenden Frauen hatten Kinder, eine von ihnen war während der Maßnahme schwanger.



Projektarbeit „Ganztagsklasse“ der Albert-Schweitzer-Schule

Seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 gibt es in der dritten Jahrgangsstufe der Albert-Schweitzer Schule eine Ganztagsklasse Die Schulzeiten sind hier von 8.15 Uhr bis 16.00 Uhr festgelegt und beinhalten mehrere Pausen sowie ein gemeinsames Mittagessen. Für diese Klasse findet an jedem Mittwoch ab 13.30 Uhr ein Projektnachmittag statt, den als Kooperationspartner die Initiative e. V. gestaltet. Diese Projektarbeit wird nach den Grundsätzen der Partizipation, d. h. mit einer möglichst großen Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, sowie der sozialen und ökologischen Einbindung und Entwicklung der jungen Menschen durchgeführt.



Gestaltungsinhalte der Projektnachmittage – exemplarisch - :

- Obstsalat machen                                         - Elterncafe

- Muffins backen                                             - Marmelade kochen

- Thema „Sinneserfahrungen“                           - Ausflug ins Zoogeschäft

- Tanzen                                                         - Arbeit mit Ton

- Thema „Freundschaft“                                  - Ausflug zum Abenteuerspielplatz

- Ausflug zur „Neuen Mitte“                            - Spielenachmittag


Ziele der Projektarbeit:

Soziales Lernen in der Klassengemeinschaft; Beteiligungsformen und Engagement erlernen und anwenden; Neue Ideen selbst entwickeln und mit anderen gemeinsam durchführen; Sozial- und Teamfähigkeit erlernen bzw. weiterentwickeln; Selbständige Mitarbeit und eigenständiges Handeln ermöglichen; Räume und Möglichkeiten der Schule erfahren und ausprobieren; Räume
und Möglichkeiten des Stadtteils bzw. der Stadt erfahren, ausprobieren undselbständig nutzen lernen.
Das Selbstwertgefühl entwickeln und stärken

Neunzehn Jungen und Mädchen werden in der Ganz-tagesklasse betreut Jeden Mittwoch gestalten zwei Mitarbeiterinnen der Initiative e.V. – meist unterstützt von einer Praktikantin – den Projektnachmittag mit abwechslungsreichen Themen und Angeboten.
Die Arbeit in der Projektklasse ist mit der Schulleitung, den beteiligten Lehrkräften und den Eltern der SchülerInnen vernetzt
.



FOS - Projektarbeit

Zu einer der schönsten und effizientesten Projekte der Sozialen Stadt zählt seit Beginn des Stadtteilprogrammes die Vernetzung mit der FOS, der Fachoberschule Weiden. Zum Schuljahresinhalt der elften Klasse im Bereich Sozialwesen zählt verbindlich der Einsatz in Zusammenarbeit mit der Initiative e. V. Jedes Jahr entstehen dabei neue kreative Projekte im Stockenhut, die in monatelanger Vorbereitungsarbeit geplant und organisiert werden. Dabei teilt sich die Klasse thematisch in Kleingruppen, die jeweils von einer Mitarbeiterin unserer Institution angeleitet und unterstützt werden. Die Durchführung der einzelnen Aktionen im Gemeinwesen stellt auch für die BewohnerInnen des Stockerhut einen kleinen Höhepunkt im Jahr dar. Mit Presse und geladenen Gästen erfahren die Aktionen breite Resonanz und Feed-back. Am Ende des Schuljahres schließt die gemeinsame Arbeit mit einem gemeinsamen Reflexionstreffen aller Gruppen.

Aktionen 2009

Gruppe „Sicherheit und Seefest“
Mit groß angelegter Bewohneraktion im Vorfeld – zu der auch Fragen und Bedürfnisse zum Thema Sicherheit eruiert wurden – startete die Projektgruppe am 9. Mai auf dem Quartiersplatz ein multi-kulturelles Seefest
. Auf der Tagesordnung standen dabei Lieder der russischen Landsmannschaft, Tanzdarbietungen der Pestalozzi-Schule sowie allerhand kulinarische Genüsse.



Mittleres Bild:
Bei der Ausstellung am 3.Juli in den Räumen der Schule fand neben der Ausstellung 
der Projektarbeit und eines gemeinsam erstellten Plakates auch eine Prämierung der von den Kindern gemalten Bilder (mit „Promi-Jury“!) statt.

Gruppe „Kreativ
Diese Gruppe organisierte für die Albert-Schweitzer-Schule in deren Aktionswoche eine Vernissage zum Leben und Werk des Arztes Albert Schweitzer. Dazu veranstalteten sie im Vorfeld zwei Mal-Nachmittage mit SchülerInnen der 3. und 4. Klassen, um den Kindern spielerisch die Person Albert Schweitzer nahe zu bringen und kreativ zu gestalten.


Gruppe "Umwelt"
Im Schuljahr 09/09 entstand das Projekt „Erlebnispfad“. Hierzu gestalteten die SchülerInnen auf einer Wiese neben der „Neuen Mitte“ im Stadtteil Stockenhut eine dauerhafte „Fühlstraße“ aus unterschiedlichsten Materialien wie z. B. Moos, Sand, Rindenmulch. Gemeinsam mit Kindern des Kindergartens wurden parallel „Fühlkästen“ gebaut und befüllt, auch hier mit diversen Inhalten wie Styropor, Federn oder Fellresten. Sowohl beim Bauen als auch beim sinnlichen Erleben beider Projekte hatten Groß und Klein eine Menge Spaß!


Mittleres Bild:
Für ein Rahmenprogramm
mit Bewirtung (Kaffee und Kuchen) sowie für die Logistik arbeiteten Schulleitung, Elternbeirat und FOS-Gruppe erfolgreich zusammen, so dass ein für alle erfolgreiches Fest entstand.

Aktionen 2009 im Quartier Stockerhut


Das Highlight im Stadtteil Stockenhut war 2009 natürlich die lang erwartete Eröffnung des neuen Stadtteilzentrums. Gefeiert wurde bei bestem Herbstwetter  am 17.Oktober:  mit Festakt und kostenloser Bewirtung,  mit Prominenz und Bevölkerung, drinnen (li.) und draußen (.re.).
Zum ersten Mal im neuen Bürgersaal: Der Nikolaus überreicht ein Säckchen an Kinder, die im Laufe des zu Ende gehenden Jahres in verschiedenster Form in die Vereinsarbeit eingebunden waren.
Dieses Fest ist für die Initiative auch eine Möglichkeit des Danks an Ehrenamtliche und vernetzte Institutionen. Bei Vorbereitung und Gestaltung helfen Mitarbeiterinnen, Ehrenamtliche, Praktikanten, AGH-ler und auch Klientel kreativ und engagiert zusammen. Die Schwestern der Station 73 des Klinikums versorgen uns dabei seit Jahren mit den leckersten Kuchen.




Am 14. Juni wurde am Quartiersplatz in der Neuen Mitte das erste Baumfest veranstaltet. Alle Baumpaten der im vorherigen Jahr gemeinsam gepflanzten Linden waren geladen, um miteinander das Jubiläum zu begehen, nach den Pfleglingen zu sehen, sich auszutauschen und zu feiern. Eine ökumenische Zeremonie wurde gehalten, es gab kreative Angebote wie z. B. Lindenblütentee und zahlreiche Mitveranstalter aus dem Gemeinwesen beteiligten sich.



Als der Aufmarsch der Rechtsradikalen für 1. Mai im Stockerhut bekannt wurde stellte die Initiative e. V. als Bündnispartner von „Weiden ist bunt“ spontan eine Gegenveranstaltung unter dem Motto „Der Stockerhut ist bunt“ auf die Beine. HelferInnen und Gleichgesinnte waren schnell gefunden. Unterstützt von beiden Kirchen und vielen Vereinen konnte ein friedlich-solidarisches Miteinander begangen werden.


Ein festlicher Anblick. Das hellerleuchtete Stadtteilzentrum in der Nacht des „Kunstgenuss bis Mitternacht“ 2009 wirkt einladend und interessant. In diesem Jahr beteiligte sich die Initiative e. V. mit dem Projekt Durchblick – Farben, Licht und Sinne“ – mit überraschenden Angeboten.

Basteln, Malen, Jonglieren, Tisch-tennisspielen oder Trampolinhüpfen  – die Angebote der Initiative in den Pfingst- oder Osterferien wech-seln immer wieder ab. Die Aktionen werden über Flyer und Plakate im Stadtteil angekündigt und dann zusammen z. B mit Praktikantinnen und „AGH-lern“ durchgeführt



Zum Erntedankfest am 3.Oktober war am Stockerhut viel geboten:  Die Vertreter beider großen Kirchen gestalteten eine kleine Andacht, ein Flohmarkt fand statt, die Bus-Malaktion mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen fand statt - und das Cafe „Neue Mitte“ nahm zum ersten Mal den Betrieb auf.


Buntes, lebendiges Treiben:  durch einen Flohmarkt entsteht am Quartiersplatz in der Neuen Mitte jedes Mal ein farbenfrohes Schauspiel. Der Markt ist bei Händlern wie Besuchern gleichermaßen beliebt und regelmäßig gut besucht. Die „Ini“ organisiert dazu immer Kaffee und Kuchen (2009: 4x)

Auszug aus dem Jahresbericht 2009